Page 24 - Weinturm Open Air 2008
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Bratwurst mit Tulpen. Ein zugegebenermaßen ausgezulltes Klischee und ein
        platter Einstieg ins Thema. So flach wie die holländischen Berge, so abgrund-
        tief wie der Fall des Nürnberger Clubs. Und das alles nur, weil sich die beiden
        Schulfreunde Jan van der Holst und Paul van den Heuvel nach vielen Jahren in
        der Metropolenregion wiedertrafen und dort mit Sven Edler, Marcus Waloschik
        und Alex Spengler die Band Vandes gründeten. Das Stadtmagazin spricht eu-
        phorisch von einer der bedeutendsten Bands, die Nürnberg je hervorgebracht
        hat und der Bayerische Rundfunk ist überzeugt, die beste Stimme der Region
        entdeckt zu haben. Vandes schreiben aber auch wirklich wunderbare Songs:
        Melancholische Hymnen,
        Akustik-Pop und eingängige
        Rocknummern. Prächtig
        arrangiert mit Kontrabass,
        Schlagzeug, drei Gitarren und
        mehrstimmigem Gesang. An die
        Counting Crows erinnert das
        Quintett bisweilen und an Musik,
        die nicht aus Deutschland
        stammen kann. Doch dies ist
        wohl auch nur ein Klischee.                  vandes.de




        „Keep the fire burning!“, fordert der junge Songwriter mit den prächtigen
        Rastazöpfen. Ganz alleine steht er da auf der Bühne, die Akustik-Gitarre
        umgeschnallt. Die ausdrucksstarke, raumgreifende Stimme geht tief unter die
        Gänsehaut. Intensiv ist das. Ein Kribbeln in der Magengrube. Funken springen
                                über, nachdem der charismatische Sänger
                                seine ersten politisch motivierten Lieder
                                angestimmt hat. Doch zu hören sind mehr
                                als klischeehafte Statements und weit mehr
                                als nur Reggae. Folksongs, Akustik-Pop
                                und natürlich ganz viel Soul. Sehr persön-
                                lich, sehr kraftvoll, sehr authentisch. Was
                                er sagt und wofür er steht, das nimmt man
                                ihm ab, dem 28-Jährigen aus Riedenburg,
                                der im Mai sein erstes Solo-Album „Soul to
                                soul“ veröffentlichte.
                                Martin Zobel steht immer noch auf der
                                Bühne, bewegt mit seinen Songs ein Fun-
                                kenmeer. So wird das Feuer niemals
        Sonntag
                                                              ausgehen.
        martin-zobel.com
                  12.30 Uhr
                                            14.00 Uhr
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