Page 7 - Weinturm Open Air 2013
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Kein Sardinen-Feeling, keine endlosen Warteschlangen, sondern ein durch-
weg familiäres Flair, das es zu bewahren galt.
Und dann dieser fulminante Sonntag, liebe Freunde! Das bosnische Dubioza
Kolektiv hat Euch so eingeheizt, dass wir uns mit Schläuchen voll kühlendem
Wasser vor der Bühne postiert haben. Und dann kam dieser Moment, der
wohl allen von uns, die wir zugegen waren, bis zum Ende aller Zeiten eine
Gänsehaut in den Nacken zaubern wird: Wallis Bird, die mit ihren jazzigen
Folksongs erst alle zum Springen gebracht hatte, stieg nach ihrem eigentlich
schon beendeten Auftritt von der Bühne und mischte sich unters Volk: Vor
dem staunenden Publikum (welches sich – das ist der Weinturm! – peu
à peu auf den Boden setzte, um auch den hinteren Reihen einen Blick
aufs Spektakel zu gewähren) zelebrierte Wallis, gänzlich unplugged, einen
letzten, atemberaubenden Song. Ein Festivalerlebnis, das – wir geben es
unumwunden zu – mehr als einen von uns zu Tränen rührte.
Und in diesem Jahr? Müssen wir, nun 36-jährig, jetzt Sätze sagen wie „Wir
gehen stramm auf die 40 zu“? Nö. Nicht wir. Auch wenn Teile unserer
mittlerweile drei Generationen umfassenden Helferschaft diese magische
Grenze schon weit überschritten haben, im Herzen sind wir alle nach wie vor
die Jungspunde, als die unsere Gründerväter das Festival 1977 ins Leben
gerufen haben. Und so haben wir uns auch in diesem Jahr wieder ordentlich
ins Zeug gelegt, um für Euch ein grandioses Wochenende auf die Beine zu
stellen. Große nominelle Headliner braucht es da nicht, gilt es doch auch in
diesem Jahr wieder, jede Menge zukünftige Lieblingsbands zu entdecken.
Tanzen, zuhören, staunen und sich überraschen lassen lautet das Motto auf
der großen Weinturm- und der schnuckeligen Kleinturmbühne.
Wir freuen uns auf die drei Tage mit euch, liebe Weintürme. Denn jedes Jahr
aufs Neue beweist Ihr uns, dass sich die viele, viele Arbeit lohnt. Dass es
immer noch möglich ist, ein Festival abseits von Kommerz und Größenwahn
auf die Beine zu stellen – gänzlich ehrenamtlich und aus purem Idealismus.
Der allergrößte Teil von Euch trägt so zum Erhalt einer Festivalkultur bei, die
an manch anderem Ort längst dem Dummsuff zum Opfer gefallen ist.
Danke dafür. Und willkommen daheim – wir erwarten Euch auf dem Plateau!
P.S. Auf Grund von Auflagen des Landratsamtes dürft ihr eure Zelte frühestens
am Freitag aufschlagen. An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass
größere Getränkemengen, die auf das Festivalgelände mitgebracht werden, nicht
akzeptiert werden. Gegen zwei, drei Flaschen nicht-alkoholischer Getränke zum
Durstlöschen ist freilich nichts einzuwenden. Alles, was darüber hinausgeht, muss
draußen bleiben.
Wir sind auf unseren Getränkeverkauf angewiesen, denn allein die Einnahmen daraus
und die Erlöse aus den Eintrittskarten finanzieren das Festival.
Wir garantieren im Gegenzug auch weiterhin
faire Getränkepreise.
wir freuen uns auf euch!
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