Page 17 - Weinturm Open Air 2015
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samstag
13.30 /
Skyline Green
Es grünt so grün…wo Skyline Green spielen. Doch was spielen sie
eigentlich? In ein Genre lässt sich der Sound der sechs Nürnberger
Jungs nicht wirklich einordnen. Daher wird ohne Umschweife ein
eigenes geschaffen: Green Pop nennen sie ihren Stil. Das heißt, ein-
gängige Melodien (Pop) und ein bisschen Reggae, gemischt mit Ska und
Funk (Green). Gesungen wird über unbeachtete Kleinigkeiten, die das
Leben schöner machen. Da ist grüne…äh, gute Laune vorprogrammiert.
samstag
Pygmalion 14.45 /
Pygmalion ist eine Band aus Nürnberg, die wieder Hoffnung aufkeimen
lässt, dass Franken nicht nur belanglose Indiepop-Abklatsch-Bands
hervorbringen kann. Kitschbefreiter instrumentaler Prog-Metal von
vier etablierten Musikern, die sich nicht scheuen, ihrem Publikum ge-
wöhnungsbedürftige, komplexe Musik in brachialer Lautstärke um die
Ohren zu ballern und denen ein 7/8-Takt nicht fremd ist. Ihre abwechs-
lungsreichen Stücke erzählen detailverliebte Geschichten und bieten
eine große Projektionsfl äche. Sie verzichten dabei bewusst auf Gesang
und erschafft somit den Raum die Musik selbst mitzugestalten.
sonntag 12.00 /
Tijan Tjian klingt wie eine frühe B-Seite von
Beck, auf der Adam Green einen Jeffrey Lewis
Song covert. Mit Samplern, Synthies, Banjo
und einer Gitarre werden Folksongperlen zu
einem bunten Strauß Klangblumen gebunden.
Die kurzweiligen Songs gefi elen Gisbert zu
Knyphausen, der Tjian 2005 zu seinem Netlable
Omaha-records holte. Kurz darauf erschien
das Debüt „Fantasy Joys“. Acht Jahre später
kam seine zweite Platte heraus, auf der er
auch heute noch mit locker-fl ockigem Folkpop
beeindrucken kann. Achtung, Ohrwumgefahr!
sonntag
Masques 13.00 /
Masques sind mit ihrem eingängigen Pop und anspruchsvollem Songwriting
nicht nur was für’s Ohr sondern auch für kritische Geister, jedoch ganz
ohne Moralapostelattitüde. Unaufdringlich stellen sie Fragen an unsere
Gesellschaft, regen ihre Zuhörer zum Nachdenken an und klingen dabei gleich-
zeitig einfach zauberhaft. Der Gesang lässt sich vom Klavier tragen, während
Bass und Schlagzeug fast unmerklich aus dem Hintergrund den Klangboden
unterstützen. Genau hinhören lohnt sich! muz

