Page 36 - Weinturm Open Air 2005
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19.15 Uhr




                                                                                                         www.brokenbeats.de









                                                               Wow, das nenne ich mal Eigenständigkeit. Die
                                                               Broken Beats aus Dänemark wollen so gar nicht
                                                               in eine der berühmten Schubladen passen. Dabei
                                                               provoziert ihr kaum vergleichbarer Mix aus Beat,
                                                               Pop, Country, Jazz, Soul und Psychedelica Asso-
                                                               ziationen am laufenden Band: Mal meint man, Bob
                                                               Dylan mit Beck um die Wette näseln zu hören,
                                                               dann wieder scheinen die Beatles gemeinsam mit
                                                               Lou Reed und Massive Attack auf Bigband zu
                                                               machen. Der Stil- und Klangkosmos des Quintetts
                                                               aus Aarhus ist schier grenzenlos: harmonische
                                                               Pop-Hymnen, schräge Balladen, eine große Portion
                                                               Soul, groovende Gitarren, Feedbackgewitter, Bei-
                                                               nahe-Raps, zuckersüße Chorgesänge - in ihrem
                                                               Heimatland räumen die wilden Dänen schon richtig
                                                               ab, jetzt soll auch der träge Nachbar in die Begei-
                                                               sterung mit einstimmen, die ein hiesiges Fachblatt
                                                               für Independent Music bereits ergriffen hat: „Schon
                                                               lange gab es keine neue Band mehr, die mit ihren
                                                               Live-Shows so flächendeckend für Euphorie
                                                               sorgte“, urteilt das Intro-Magazin. Kim Munk und
                                                               seine Mitstreiter haben es sich verdient: Cool,
                                                               raffiniert, charmant, smart, mit dem sicheren Gefühl
                                                               für unpeinliche Zitate und gegen jeden Trend. Die
                                                               Broken Beats klingen einfach nach den Broken
                                                               Beats. Und das ist auch gut so. Gut für einen
                                                               späten lazy sunday afternoon.
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