Page 37 - Weinturm Open Air 2005
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19.15 Uhr




                                             www.brokenbeats.de









    Wow, das nenne ich mal Eigenständigkeit. Die
    Broken Beats aus Dänemark wollen so gar nicht
    in eine der berühmten Schubladen passen. Dabei
    provoziert ihr kaum vergleichbarer Mix aus Beat,
    Pop, Country, Jazz, Soul und Psychedelica Asso-
    ziationen am laufenden Band: Mal meint man, Bob
    Dylan mit Beck um die Wette näseln zu hören,
    dann wieder scheinen die Beatles gemeinsam mit
    Lou Reed und Massive Attack auf Bigband zu
    machen. Der Stil- und Klangkosmos des Quintetts
    aus Aarhus ist schier grenzenlos: harmonische
    Pop-Hymnen, schräge Balladen, eine große Portion
    Soul, groovende Gitarren, Feedbackgewitter, Bei-
    nahe-Raps, zuckersüße Chorgesänge - in ihrem
    Heimatland räumen die wilden Dänen schon richtig
    ab, jetzt soll auch der träge Nachbar in die Begei-
    sterung mit einstimmen, die ein hiesiges Fachblatt
    für Independent Music bereits ergriffen hat: „Schon
    lange gab es keine neue Band mehr, die mit ihren
    Live-Shows so flächendeckend für Euphorie
    sorgte“, urteilt das Intro-Magazin. Kim Munk und
    seine Mitstreiter haben es sich verdient: Cool,
    raffiniert, charmant, smart, mit dem sicheren Gefühl
    für unpeinliche Zitate und gegen jeden Trend. Die
    Broken Beats klingen einfach nach den Broken
    Beats. Und das ist auch gut so. Gut für einen
    späten lazy sunday afternoon.
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