Page 5 - Weinturm Open Air 2006
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zu unserer großen Freude
und gleichzeitigen
Verblüffung war der
Besuch sogar besser als
im hochsommerlichen
Vorjahr. Knapp 2000 Besucher
erlebten etwa am Samstag die rat-
tenscharfe Show der Cowboys von
BossHoss und den umjubelten Auftritt von
Culcha Candela, ehe die wundervollen Mimi
Maura aus Argentinien gegen Regen-
ergüsse und nächtliche Kälte anspielten.
Am Tag zuvor hatten die durchgeknallten
Dänen-Jiver von
Jordan‘s Drive
sowie die Babacools
und Martin Jondo noch
etwas bessere Bedingungen ge-
habt. Zum Endspurt buhlten dann Windböen,
Regen, Hagel, aber auch Sonnenschein um
Aufmerksamkeit. Doch die galt in erster Linie
der zauberhaften Barbara Cuesta und den Pu-
blikumslieblingen von Sorgente. Dramatisch
schließlich das große Finale mit den unglaublichen
Broken Beats aus Dänemark, die der Witterung mit
Schlauchboot trotzten und dem überzeugenden
Auftritt der schwedischen Band Moneybrother.
Auch heuer präsentieren sich wieder einige internationale
Künstler auf der Weinturm-Bühne: Jahrelanges Anfragen und Hoffen haben
sich gelohnt. Unsere Wunschkandidaten Babylon Circus aus Frankreich wollen
am Freitag für ein kunterbuntes musikalisches Tollhaus sorgen, während Mangu
aus der Dominikanische Republik mit seiner Band tags
darauf für eine stimmungsvolle
Samstagnacht bereit stehen. Abuela
Coca aus Uruguay setzen den
Schlusspunkt des wie gewohnt sti-
listisch breit gefächerten Musikpro-
gramms zwischen Rock, Reggae, Soul,
Funk, Latin, Ska, Indie, Folk und Blues. Mit
den Sternen aus Hamburg steht schließlich eine
Band auf der Bühne, die seit vielen Jahren zwar
kommerziell nicht zu den ganz großen Absahnern, aber
musikalisch und textlich unbestritten zu den Aushängeschildern
deutschsprachiger Pop-Musik gehört. Erstmals gibt es darüber hinaus
am Samstag und Sonntag eine zweite Bühne, ein Podium für Kleinkunst,
Alternative und Kontrast zur großen Musikbühne. Entspannt, gemütlich und
etwas ruhiger soll es dort zur Sache gehen.
Auch im 29. Jahr organisieren wir das Weinturm Open Air mit viel Idealismus
und rein ehrenamtlich. Gemeinsam mit euch steigt ein schönes Fest abseits
von Massen-Events und Profitmaximierung. Und wer auf Flair statt Massenab-
fertigung steht, wer sich darauf freut, Bands zu entdecken, statt überall
dieselben zu sehen und wer nach wahren Alternativen sucht, der ist genau
richtig und herzlich willkommen.
Wir freuen uns auf euren Besuch.
P.S.: Auf Grund von Auflagen des Landratsamtes dürft ihr eure Zelte frühestens am Freitag
aufschlagen. An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass größere Ge-
tränkemengen, die auf das Festivalgelände mitgebracht werden, nicht akzeptiert werden.
Gegen zwei, drei Flaschen zum Durstlöschen ist freilich nichts einzuwenden. Alles, was
darüber hinausgeht, muss draußen bleiben. Wir sind auf unseren Getränkeverkauf
angewiesen, denn allein die Einnahmen daraus und die Erlöse aus den Eintrittskarten
finanzieren das Festival. Wir garantieren im Gegenzug auch weiterhin faire Getränkepreise.

