Page 21 - Weinturm Open Air 2007
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Die Story von Bettie Serveert beginnt im Jahr
1977. Da verliert die niederländische Ten-
nisspielerin Bettie Stove das Wimbledon Finale.
Rund 10 Jahre nach „Bettie to serve“ gründet
die gebürtige Kanadierin Carol van Dyk zusam- www.bettieserveert.com
men mit Gitarrist Peter Visser und Bassist
Herman Bunskoeke eine Band: Bettie Serveert.
Nochmals 20 Jahre später, nach sieben Alben,
Tourneen in ganz Europa, Auftritten auf fast
allen großen Festivals, Top-10-Erfolgen und
Goldenen Schallplatten in den Niederlanden,
Schaffenspausen und Abtauchphasen, Tour-
neen in den USA mit Dinosaur Jr., Lemonheads,
Counting Crows, Wilco und Jeff Buckley, einem
Album mit Velvet-Underground-Covers, musi-
kalischen Meilensteinen wie „The Kid´s Allright“
und dem rasch erreichten Kultbandstatus sind
Bettie Serveert immer noch da:
Eine clevere Indierockband mit beeindrucken-
der musikalischer Bandbreite, im Mittelpunkt
die stets verführerische Stimme Carol van
Dyks. Zuckersüße Melodien, handzahm und
schnurrend, bevor sie zuschnappen. Rockige
Balladen, Neo-Folk. Charmant knarzige Bass-
läufe, rumpelnd treibende Drums. Dezente
Elektronik und stilvolle Samples. Gitarrenge-
witter und Feedbacks.
Ob sie auf dem Weinturm vorwiegend ihren
ungestümen alternativen Grunge-Rock der
Anfangsjahre zelebrieren oder mehr die halba-
kustische Altersvariante bevorzugen, wissen
wir nicht.
Nur eines: Die alten Hasen im Musikzirkus sind
Seemann immer gut für eine Überraschung und für einen
überzeugenden Matchgewinn nach einem
furiosen Spiel.
Satz und Sieg für Bettie Serveert.

