Page 25 - Weinturm Open Air 2007
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Wenn ich hier nicht Objektivität bewahren
müsste, schließlich will der Leser keine einseitig
gefärbten Privatmeinungen vorgesetzt bekom- www.slut-music.com
men, dann würde ich glatt behaupten, dass
Slut aus Ingolstadt, diese bärenstarke Gitar-
renrockband mit dem gewissen melancholi-
schen Einschlag, diese 5-Freunde-Bande
ohne Starallüren, diese ausgefuchsten Melo-
dienkönige, die mir vor allem mit ihren ruhi-
geren Stücken der Sorte „Hope“ vom sound-
trackartigen „Lookbook“ aus dem Jahr 2001
auch nach dem x-ten Hören immer noch
Ganzkörpergänsehäute verschaffen - dass
diese dann wieder so kompromisslos nach
vorne rockende Indieband mit ihren fantasti-
schen, da mit schrammelnden Gitarren hinge-
rotzten Hits der Marke „Reminder“ oder
„Staggered and Torn“, eine der wenigen
Gruppen aus Deutschland ist, die inter-
nationales Format hat. Darf ich aber aus den
bekannten Gründen leider nicht, also lasse
ich es schön bleiben und erwähne schließlich
und ganz sachlich, dass die fünf Musiker von
Slut nach erfolgreichem Engagement am
Ingolstädter Theater im vergangenen Jahr
und der Produktion einer EP mit Liedern aus
Brechts „Dreigroschenoper“ noch heuer ihr
siebtes Album, aus dem sie auf dem Weinturm
sicher schon ein paar Kostproben geben,
veröffentlichen werden:
„Say Yes To Everything“ lautet der Titel und
der kommt mir als ausgesprochenem Slut-
Fan plötzlich beinahe bekannt vor, als ich die
erste Hälfte dieses im zweiten Teil doch eher
weniger subjektiven Beitrags überfliege.
Obwohl alles andere als eine Moritat - das
Ende sei in Moral getaucht:
Slut sind ja so gut!

