Page 5 - Weinturm Open Air 2011
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LIEBE FrEUNDINNEN UND FrEUNDE DEs
wEINTUrm oPEN aIrs!
Der Sommer wird groß. Soviel ist sicher. Und wieder einmal wird er gekrönt
durch drei grandiose Tage auf dem Weinturmhügel. Denn es ist uns erneut
gelungen, ein ganz besonderes Festival auf die Beine zu stellen.
Ohne Kommerz und Komasaufen, dafür aber mit umso mehr Atmosphäre,
und natürlich mit einem spitzenmäßigen Line-up für den maximalen Ohr-
genuss. Würde dieser Begriff nicht so inflationär verwendet, dann würden
wir das Weinturm Open Air als „Kult“ bezeichnen. Eine Institution ist es auf
jeden Fall, denn schon seit 1977 wird das kleine Hügelplateau allsommer-
lich zur Kulisse für unser kleines, aber sehr feines Festival. Und dass man
sich am Weinturm selbst von widrigsten Witterungsbedingungen nicht die
Stimmung verhageln lässt, hat sich im letzten Jahr gezeigt. Lieber Himmel,
was war das für ein Mistwetter am Freitag... Schon während des Aufbaus in
der Woche vor dem Festival schüttete es wie aus Eimern. Während unsere
Gesichter immer länger wurden, verwandelte sich das Weinturmplateau unter
den Füßen der zahlreichen fleißigen Aufbauhelfer langsam in eine einzige
Matschlandschaft. Wer keine Gummistiefel hatte, war verloren, und wem es
an Regenkleidung fehlte, war zumindest bis auf die Knochen durchnässt.
Am Freitag dann drohte unsere
Machtlosigkeit gegenüber dem
allmächtigen Wetter in Mutlosigkeit
und Resignation umzuschlagen.
Und dann, liebe Festival-Freunde...
dann kamt Ihr!
Mit Sack und Pack und Kind und
Kegel habt Ihr zuhauf den Hügel
erklommen und uns jegliche Angst
genommen, am Freitag alleine
dazusitzen auf dem Weinturm. Getreu dem Motto „Es gibt kein schlechtes
Wetter, es gibt nur schlechte Laune“ habt Ihr dem Regen getrotzt und mit
Los de Abajo ein Stück Mexiko in die Nacht gezaubert. Belohnt wurde diese
Entschlossenheit durch einen Samstag, der mit seinen sommerlichen Tem-
peraturen angesichts des Schlamms anfangs beinahe absurd wirkte – und
dann das wunderbare Weinturm-Feeling bescherte, für das unser Festival so
geliebt wird. Mit Sonne und Lachen und bunten Menschen vor und auf der
Bühne. Die 17 Hippies zum Beispiel, Jamaram oder Hjaltalín, die am Abend
ein bisschen Island auf die Insel der Glückseligen brachten. Nach einem
solch strahlenden Festivaltag konnte uns der durchwachsene Sonntag mit
seinen leichten Schauern auch nicht mehr ans Bein pinkeln.
Vorwort

