Die Höchste Eisenbahn
So Leute, jetzt wird's poetisch. Die Höchste Eisenbahn aus Berlin gehört zu jenen Bands, denen es gelingt, große Gefühle, feinen Humor und alltäglichen Wahnsinn in eine Strophe zu packen. Seit vielen Jahren schreiben Francesco Wilking und Moritz Krämer gemeinsam Songs, die klug sind, ohne geschniegelt zu sein, und eingängig, ohne sich anzubiedern.
Aus schnoddrigem Charme, feinen Beobachtungen und Melodien, die sich unauffällig ins Ohr setzen, entsteht Musik, die ebenso lässig wie clever ist. Da wird geliebt, gezweifelt, geträumt und gelegentlich auch grandios gescheitert. Und bei alldem klingt Pop nie nach bloßem Pop, sondern immer auch nach Haltung, kleinen schrägen Gedanken und dem guten Willen, alles auch mit etwas Leichtigkeit zu sehen. Die vier Musiker schauen gern genau hin, halten ihre Arrangements dabei aber schön offen und lebendig. Live kippt das dann erfahrungsgemäß sehr schnell vom sympathischen Mitnicken ins kollektive Mitsingen. Wärmste Empfehlung für alle, die sich bei Indie-Pop nicht nur gute Laune, sondern auch Herz und Hirn dazu wünschen
