Nectar Woode
Direkt aus London kommt Nectar Woode mit einem Sound zu uns, der sich anfühlt wie ein perfekter Spätsommerabend: Warm, leicht verträumt und mit genau der richtigen Portion Groove. Irgendwo zwischen Soul, R&B und Indie-Pop entstehen Songs, die unaufgeregt wirken, aber erstaunlich viel Tiefe haben.
Ihre Stimme trägt das Ganze mühelos – mal sanft und beinahe zurückhaltend, dann wieder klar und präsent. Mit großer Offenheit erzählt Nectar von Liebe, Verlust und den kleinen und großen Fragen des Lebens. Doch selbst die melancholischen Momente wirken nie schwer, sondern tröstlich und voller Zuversicht, denn was sie besonders gut kann, ist Stimmung zu erzeugen, ohne sich aufzudrängen. Die Tracks fließen eher, als dass sie nach vorne drängen, und genau darin liegt ihr Reiz. Alles fühlt sich organisch an, nichts überladen – eher wie Musik, die zufällig genau im richtigen Moment läuft und dann plötzlich unverzichtbar wird. Live ist das weniger großes Spektakel als vielmehr Gelegenheit zum Ankommen, Zuhören und kurz vergessen, wie laut Festivals sonst sein können. Oder anders gesagt: ein Set, das leise beginnt und dann noch lange nachhallt.
