Tolstoys
Manche Bands lassen sich relativ einfach in eine Schublade stecken. Und Tolstoys? Treten die Schublade ein, werfen sie ins Lagerfeuer und tanzen anschließend barfuß darum herum. Das deutsch-slowakische Quartett mixt Indie-Folk, Psychedelic Rock, Slawenromantik und eine Prise Voodoo zu einem Sound wie ein Roadtrip ohne Navi – irgendwo zwischen staubiger Landstraße, verwunschenem Wald und durchwachter Sommernacht.
Über ihren Songs schwebt die außergewöhnliche Stimme von Ela Tolstova, während Gitarren, Bass und Drums mal sanft treiben, mal ordentlich an den Wolken rütteln. Dabei klingt alles wunderbar verspielt und gleichzeitig erstaunlich präzise, wie hätten sich ein Rudel Folk-Musiker, ein paar Hippies und ein überdrehter Geschichtenerzähler auf ein musikalisches Abenteuer eingelassen. Wer also Lust auf Fernweh, Gänsehaut und ein paar Minuten Weltflucht hat, sollte sich Tolstoys nicht entgehen lassen. Vielleicht versteht ihr danach die Welt nicht besser – aber garantiert findet ihr sie ein kleines bisschen schöner.
