Page 34 - Weinturm Open Air 2006
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21.00 Uhr
Die Koks-Oma
aus Montevideo?
Keinesfalls. Eine „Abuela Coca“ ist eigentlich
eine Oma aus dem Barrio, die noch all die www.abuealcoca.net
alten Geschichten des Viertels kennt. Ihr Wissen
über alte Heilkunde und alle möglichen Haus-
mittelchen ist sehr wertvoll und beinahe uner-
messlich. Genau das ist auch die Musik von
Abuela Coca. Vielschichtig, wundervoll arran-
giert, mal voller Energie, dann wieder ange-
nehm ruhig. Tiefgang und Temperament. Musik
für Leib und Seele. Die Wirkstoffe: Rock, Jazz,
Rumba, Salsa, Ska,
Merengue und tra-
ditionelle Rhythmen
aus Uruguay und
Brasilien. Seit ihrer
Gründung vor 15
Jahren gelten Abuela
Coca neben La Vela
Puerca als Aushän-
geschild der Mu-
sikszene des kleinen
südamerikanischen
Landes. Kaum ein
Ort, wo die acht-
köpfige Kapelle noch nicht gespielt hat. Doch
den ausgezeichneten, allesamt studierten
Instrumentalisten geht es nicht ausschließlich
um die Musik. Im lange Zeit durch Militärs,
Repression, Zensur und Gewalt gebeugten
Land waren Abuela Coca die erste Band, die
mit den Regelements der Diktatur brach, durch
ihre Präsenz auch anderen Künstlern Mut
machte und gleichermaßen zum Sprachrohr
und Vorbild einer unterdrückten Generation
wurde. Abuela Coca bringt die Menschen
zusammen, zum Feiern und zum Tanzen. Ein
garantiert großartiges Finale des diesjährigen
Weinturm Open Airs.

