Page 35 - Weinturm Open Air 2006
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21.00 Uhr



                           Die Koks-Oma
                         aus Montevideo?
     Keinesfalls. Eine „Abuela Coca“ ist eigentlich
     eine Oma aus dem Barrio, die noch all die  www.abuealcoca.net
     alten Geschichten des Viertels kennt. Ihr Wissen
     über alte Heilkunde und alle möglichen Haus-
     mittelchen ist sehr wertvoll und beinahe uner-
     messlich. Genau das ist auch die Musik von
     Abuela Coca. Vielschichtig, wundervoll arran-
     giert, mal voller Energie, dann wieder ange-
     nehm ruhig. Tiefgang und Temperament. Musik
     für Leib und Seele. Die Wirkstoffe: Rock, Jazz,
     Rumba, Salsa, Ska,
     Merengue und tra-
     ditionelle Rhythmen
     aus Uruguay und
     Brasilien. Seit ihrer
     Gründung vor 15
     Jahren gelten Abuela
     Coca neben La Vela
     Puerca als Aushän-
     geschild der Mu-
     sikszene des kleinen
     südamerikanischen
     Landes. Kaum ein
     Ort, wo die acht-
     köpfige Kapelle noch nicht gespielt hat. Doch
     den ausgezeichneten, allesamt studierten
     Instrumentalisten geht es nicht ausschließlich
     um die Musik. Im lange Zeit durch Militärs,
     Repression, Zensur und Gewalt gebeugten
     Land waren Abuela Coca die erste Band, die
     mit den Regelements der Diktatur brach, durch
     ihre Präsenz auch anderen Künstlern Mut
     machte und gleichermaßen zum Sprachrohr
     und Vorbild einer unterdrückten Generation
     wurde. Abuela Coca bringt die Menschen
     zusammen, zum Feiern und zum Tanzen. Ein
     garantiert großartiges Finale des diesjährigen
     Weinturm Open Airs.
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