Page 10 - Weinturm Open Air 2009
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          In diesem Jahr gibt es abseits der großen Musikbühne in den Umbaupausen ein noch umfang-
          reicheres und extrabuntes Kontrastprogramm. Kleinkunst, Lesungen, Musik und vieles
          mehr – für ausreichend Abwechslung ist bestens gesorgt. Die genauen Anfangszeiten sind vor
          Ort an der KleinTurmBühne in Erfahrung zu bringen. Wir wünschen gute Unterhaltung.


          RICOLOOP
          „Live Producing“ ist angesagt, wenn Ricoloop auf der
          Bühne steht. Doch meist kniet oder sitzt er zwischen
          verschiedensten Instrumenten und seinem Looper, drückt
          Schalter, bedient Tasten, hebt die Stimme (Gesang & Beat
          Box), gerät scheinbar in Trance. Rhythmen steigern sich,
          Melodien wachsen. Ein komplexer Song entsteht. Sein
          Tun zu beschreiben ist so wie einem Gehörlosen niemals
          gemalte Bilder vorzusingen. Man muss mit eigenen Augen
          und Ohren erlebt haben, wie ein einziger Ricoloop ganze
          Orchester arrangiert und aufspielen lässt.
                                           FREITAG

                               JEAN & PAUL
                               Jean und Paul. Zwei unzertrennliche Vagabunden.
                               Clownesk, liebenswert, schelmisch, absurd, grotesk.
                               Jean, der kurze Dünne mit lautem Organ. Paul, der
                               lange Schlaksige mit stets fragendem Gesichtsausdruck,
                               das Bewegungsmuster eines Wiesels auf Speed. Im
                               Slapstick-Stil der 20er Jahre präsentieren die beiden ihr
         SAMSTAG               neues Programm „Das Koffervariete“ und werden wie
                               schon vor zwei Jahren die Lacher auf ihrer Seite haben.




           SVEN VAN THOM
           Ein kleiner Mann mit einer dicken, schwarzen Brille
           reitet auf dem Rücken eines Esels durch Berlin. Die
           Wandergitarre hat er umgeschnallt und es treibt ihn
           gedankenverloren und ein wenig einsam durch die
           Straßenschluchten der Hauptstadt. Auf der Suche
           nach Jeanette, vorbei an traurigen Mädchen, in
           Erinnerung an eine gewisse Lady Snowflake und an   SAMSTAG
           all die schlechten Lügen. „Halb Apache, halb Albino,
           seine Augen rot wie Wein“. Plötzlich: Ein zuckender Phantomschmerz, gefolgt von einem
           Augenzwinkern. Ein Mensch weint, zwei andere trollen sich vor Lachen. Sven van Thom, der
           kleine Mann mit der dicken, schwarzen Brille, sorgt für prächtige Lieder zwischen melancho-
           lischer Schönheit und absurdem Humor.





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